Tennisarm (Epicondylitis radialis)Unter dem Tennisarm versteht man das Schmerzsyndrom im Bereich des Ellenbogengelenkes und am Unterarm, das durch Zugreifen mit der Hand permanent ausgelöst wird.
Ursächlich ist einerseits eine Entzündung der Muskelansätze im Bereich des Ellenbogengelenkes und eine direkte Kompression von empfindlichen Nervenfaser im Ellenbogengelenkbereich und am Unterarm streckseitig ellenbogengelenksnah.
Symtome: Typisch sind eine Druckschmerzhaftigkeit am proximalen Ansatz des betroffenen Muskels und eine Schmerzauslösung oder -verstärkung bei dessen auxotoner Belastung.
Die folgenden Informationen sollen Ihnen einen ersten Einblick in dieses Behandlungsverfahren geben. Für ausführlichere Informationen darüber, wie diese Behandlung Ihnen helfen kann, vereinbaren Sie bitte einen
persönlichen Beratungstermin.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Tennisarm (Epicondylitis radialis) haben wir für Sie nachfolgend zusammengestellt:
Die ersten Symptome bei einem Tennisarm sind ziehende Schmerzen beim Zugreifen mit der Hand. Diese Schmerzen verstärken sich, wenn es zu einer dauernden Mehrbelastung – Überbelastung kommt. Die Gelenkbeweglichkeit im Ellenbogengelenk ist nicht eingeschränkt. Bei Missempfindungen im Bereich der Langfinger ist ein Carpaltunnelsyndrom - CTS auszuschließen.
Die Operation des Tennisarms hat 2 Ziele: Muskelentspannung im Bereich des Ellenbogengelenkes und gezielte Ausschaltung von schmerzleitenden Nerven in diesem Bereich ohne Funktionsverlust.
Während der persönlichen Beratung haben Sie die Gelegenheit, über Ihre Beschwerden an dem betreffenden Ellenbogengelenk und Unterarm mit Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil zu sprechen. Er wird ihre persönliche Krankheitsgeschichte aufnehmen, Sie nach Ihren Begleiterkrankungen fragen und sich nach Ihren Medikamenten erkundigen. Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird eingehend Ihren Arm untersuchen. Dabei wird er sein Augenmerk auf die Schmerzauslösung im Ellenbogengelenksbereich und am Unterarm legen, die Kraft im Seitenvergleich und die Reflexe prüfen sowie die Sensibilität Ihrer Finger testen.
Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird eventuell vorhandene neurologische Zusatzbefunde in seine Untersuchung mit einbeziehen. Er wird alle erhobenen Befunde ausführlich mit Ihnen besprechen und alle Ihre Fragen beantworten. Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird, sofern medizinisch begründet, eine Operationsempfehlung aussprechen.
Er wird mit Ihnen den genauen Ablauf des Eingriffs, die Erfolgsaussichten sowie die Risiken durchsprechen.
Das Prinzip einer Tennisarmoperation besteht darin, Teile der Unterarmmuskulatur am Oberarmknorren (Epicondylus radialis) abzulösen. Weiterhin gezielt spezielle Nerven, die für die Schmerzverbreitung im Ellenbogengelenksbereich verantwortlich sind, auszuschalten. Dafür wird im Bereich des Ellenbogengelenksbereiches außenseitig zum Unterarm hin ein Hautschnitt von ca. 8 cm angelegt.
Die Haut wird abschließend durch feine kosmetische Nähte wieder verschlossen. Das Ellenbogengelenk wird verbunden und durch eine leichte Kunststoffschiene ruhiggestellt. Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird am Ende der operativen Behandlung den weiteren postoperativen Ablauf mit Ihnen besprechen und eine medikamentöse Verordnung ausstellen. Er wird Ihnen auch gleich den ersten Termin für die operative Nachsorge mit Verbandswechsel nennen.
Eine Tennisarm-Operation dauert in der Regel 40 Minuten. Anschließend werden Sie noch ca. 30-60 Minuten im Aufwachraum betreut. Die Betäubung erfolgt durch unser versiertes Anästhesie-Team. In der Regel wird nur der betroffene Arm betäubt. Weiterhin erhalten Sie Medikamente zur Entspannung bis hin zum tiefen Dämmerschlaf. Auf besonderen Wunsch können Sie auch eine Vollnarkose erhalten.
Eine Tennisarm-Operation kann ambulant durchgeführt werden. Sie ist für Sie äußerst gering belastend bei hohem medizinischem Nutzen. Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil und der Narkosearzt stehen Ihnen während und nach dem Eingriff für alle Fragen zur Verfügung.
Als direkte, mögliche Operationsrisiken können genannt werden: Blutung, Infektion sowie Verletzung von Strukturen im Operationsbereich. Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird Ihnen anhand eines standardisierten Operationsaufklärungsbogens alle Risiken nennen.
Nach der Operation kann ein leichtes brennendes Wundgefühl auftreten. Sie erhalten sowohl ein abschwellendes, als auch ein schmerzreduzierendes Medikament.
Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird Ihnen unmittelbar vor der Entlassung aus dem ambulanten Operationszentrum genaue Anweisungen für zuhause geben und Ihnen den ersten postoperativen Behandlungstermin nennen.
Der Bewegungsschmerz, wie Sie ihn vor der Operation kannten, wird binnen 14 Tagen verschwunden sein. Danach kann die Belastung schrittweise gesteigert werden.
Ruhe ist wichtig für den Heilungsprozess. Deshalb wird Ihr Ellenbogengelenk für ca. sieben Tage über eine leichte Kunststoffschiene ruhiggestellt. Danach tragen Sie bis zum Fadenzug (nach ca. zehn Tagen) noch einen elastischen Verband.
Eine geringe Schwellung im Ellenbogengelenksbereich ist möglich. Die Operationsnarbe kann leicht schmerzhaft sein. Diese Überempfindlichkeit ist aber schnell rückläufig. Da postoperative Krankengymnastik für Sie erforderlich sein wird, wird Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil Ihnen eine entsprechende Verordnung ausstellen.
Ca. 80 Prozent aller operativ behandelnden Patienten haben ein sehr gutes Ergebnis. Sie sind schmerzfrei bei Erhalt der groben Kraft. Eine längerfristige Nachbehandlung ist nicht erforderlich. Nur eine harte Narbe, die der Körper manchmal unverhofft bildet, könnte eine erneute Operation (nach Jahren) erforderlich machen (Rezidiv).
Bitte informieren Sie Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil über mögliche Allergien (Nahrungsmittel, Medikamente, andere Substanzen) und teilen Sie ihm mit, ob Sie zu schlechter Narbenbildung oder gar Keloidnarben (Narbenwucherung) neigen.
Bringen Sie, falls vorhanden, den Untersuchungsbericht Ihres Neurologen mit. Geben Sie bitte alle Medikamente und Naturheilmittel an, die Sie z.Zt. einnehmen.
Veranlassen Sie bitte, dass Sie jemand nach der Operation nach Hause fährt. Informieren Sie Dr Zettl bitte unverzüglich, wenn Sie Fieber oder andere Anzeichen einer Infektion nach der Behandlung bemerken sollten. Sie erhalten hierfür die Handynummer von Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil.