Morbus Dupuytren

Veröffentlicht in Handchirurgie

Morbus Dupuytren, Dupuytren´sche Kontraktur

Morbus dupuytren fcmMorbus Dupuytren am Ringfinger. Foto: Frank C. Müller, Baden-BadenDer Morbus Dupuytren ist eine knotige oder flächenhafte Veränderung des hohlhandseitigen Bindegewebes mit der Tendenz, in späteren Stadien derbe Verkürzungsstränge zu bilden, die die Langfinger in eine ständige Beugehaltung bringen.

Unter dem Morbus Dupuytren versteht man eine gutartige, vernarbende Erkrankung (Fibromatose) des Bindegewebes der Handinnenfläche (Palmaraponeurose) und der Langfinger.

Der Morbus Dupuytren tritt im mittleren Lebensalter und überwiegend bei Männern auf. Häufig sind auch die Fingergrund- und Mittelgelenke betroffen. Die rechte Hand erkrankt vermehrt. Die Erkrankung erstreckt sich über Jahre mit progressivem Verhalten.

Die folgenden Informationen sollen Ihnen einen ersten Einblick in dieses Behandlungsverfahren geben. Für ausführlichere Informationen darüber, wie diese Behandlung Ihnen helfen kann, vereinbaren Sie bitte einen persönlichen Beratungstermin.

FAQHäufig gestellte Fragen zum Thema Morbus Dupuytren haben wir für Sie nachfolgend zusammengestellt:




Wie merke ich, dass ich an Morbus Dupuytren erkrankt bin?

    Die Symptome bei einem Morbus Dupuytren sind strangförmige, teils knotige Verhärtungen in der Hohlhand. Vermehrt finden sich Hauteinziehungen über diesen Strukturen. Schmerzen treten auf wenn diese harten Knoten auf Hohlhandnerven drücken. Die strangförmigen Verhärtungen bewirken weiterhin, dass entsprechende Finger, die von dieser Erkrankung erfasst sind nicht mehr aktiv in Vollstreckung gebracht werden können. Die Finger verharren in einer Beugestellung (Beugekontraktur).

    Eine krankengymnastische Übungsbehandlung, Massagen, Medikamente, Salbenverbände haben keinen medizinischen Nutzen. Bevor die erkrankte Hand gebrauchsunfähig wird, ist die operative Therapie angezeigt.

    Was wird durch die operative Therapie des Morbus Dupuytren erreicht?

      Durch die operative Entfernung der strangförmigen, knotigen Verhärtungen aus Hohlhand und an den Fingergelenken kann die normale Funktion der Hand wieder hergestellt werden. Die Vollstreckung sämtlicher Langfinger ist aktiv wieder möglich.

      Was geschieht bei der persönlichen Beratung und Untersuchung?

        Während der persönlichen Beratung haben Sie die Gelegenheit, über Ihre Beschwerden an der betreffenden Hand mit Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil zu sprechen. Er wird ihre persönliche Krankheitsgeschichte aufnehmen, Sie nach Ihren Begleiterkrankungen fragen und sich nach Ihren Medikamenten erkundigen. Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird eingehend Ihre Hände untersuchen. Dabei wird er sein Augenmerk auf die Beweglichkeit der Langfinger legen, die Kraft im Seitenvergleich und die Reflexe prüfen sowie die Sensibilität Ihrer Finger testen.

        Er wird alle erhobenen Befunde ausführlich mit Ihnen besprechen und alle Ihre Fragen beantworten. Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird, sofern medizinisch begründet, eine Operationsempfehlung aussprechen. Er wird mit Ihnen den genauen Ablauf des Eingriffs, die Erfolgsaussichten sowie die Risiken durchsprechen.

        Wie wird eine Dupuytren´sche Operation durchgeführt?

          Das Prinzip einer Dupuytren´schen-Operation besteht darin, die harten, derben Narbenstränge aus der Hohlhand und von den Langfingern operativ zu entfernen. Dafür wird im Bereich der Hohlhand bis zum Teil auf die Langfinger winkelförmige Hautschnitte angelegt. Sämtliche Gefäß-, Nervenstränge werden in der Hohlhand dargestellt und sicher geschont.

          Eine Wundsekret-Drainage wird in die Hohlhand eingelegt. Die Haut wird abschließend durch feine kosmetische Nähte wieder verschlossen. Die Hand wird verbunden und durch eine leichte Kunststoffschiene ruhiggestellt. Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird am Ende der operativen Behandlung den weiteren postoperativen Ablauf mit Ihnen besprechen und eine medikamentöse Verordnung ausstellen. Er wird Ihnen auch gleich den ersten Termin für die operative Nachsorge mit Verbandswechsel nennen.

          Wie lange dauert die Operation und wie wird die Betäubung (Anästhesie) durchgeführt?

            Eine Morbus Dupuytren Operation dauert in der Regel 50 Minuten. Anschließend werden Sie noch ca. 30-60 Minuten im Aufwachraum betreut. Die Betäubung erfolgt durch unser versiertes Anästhesie-Team. In der Regel wird nur der betroffene Arm betäubt. Weiterhin erhalten Sie Medikamente zur Entspannung bis hin zum tiefen Dämmerschlaf. Auf besonderen Wunsch können Sie auch eine Vollnarkose erhalten.

            Kann die Operation ambulant durchgeführt werden?

              Eine Morbus Dupuytren Operation kann ambulant durchgeführt werden. Sie ist für Sie äußerst gering belastend bei hohem medizinischem Nutzen. Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil und der Narkosearzt stehen Ihnen während und nach dem Eingriff für alle Fragen zur Verfügung.

              Welche Risiken bestehen?

                Als direkte, mögliche Operationsrisiken können genannt werden:

                • Blutung
                • Infektion
                • Verletzung von Strukturen im Operationsbereich

                Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird Ihnen anhand eines standardisierten Operationsaufklärungsbogens alle Risiken nennen.

                Was haben Sie nach der Operation zu erwarten, wie viel Schmerzen werden Sie haben?

                  Nach der Operation kann ein leichtes brennendes Wundgefühl auftreten. Sie erhalten sowohl ein abschwellendes, als auch ein schmerzreduzierendes Medikament. Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird Ihnen unmittelbar vor der Entlassung aus dem ambulanten Operationszentrum genaue Anweisungen für zuhause geben und Ihnen den ersten postoperativen Behandlungstermin nennen.

                  Wie lange dauert es, bis Sie sich von allem wieder erholt haben?

                    Der bewegungsabhängige Schmerz, wie Sie ihn vor der Operation kannten, wird binnen weniger Tage verschwunden sein. Die Wundheilung bis zum Fadenzug wird innerhalb von 10 Tagen erreicht.

                    Denken Sie bitte auch an Folgendes:

                      Ruhe ist wichtig für den Heilungsprozess. Deshalb wird Ihre Hand für ca. sieben Tage über eine leichte Kunststoffschiene ruhiggestellt. Danach tragen Sie bis zum Fadenzug (nach ca. zehn Tagen) noch einen elastischen Verband. Eine geringe Schwellung im Handgelenksbereich ist möglich. Die Operationsnarbe kann leicht schmerzhaft sein. Diese Überempfindlichkeit ist aber schnell rückläufig.

                      Falls Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil den Eindruck gewinnt, dass postoperative Krankengymnastik hilfreich für Sie sein wird, wird er Ihnen eine entsprechende Verordnung ausstellen.

                      Wie lange hält das Ergebnis an?

                        In den Bereichen der Hohlhand, die von dem erkrankten Gewebe befreit wurden ist ein Wiederauftreten der Erkrankung ausgeschlossen. Bereiche der Hand, die noch nicht erkrankt waren, können erkranken. Aus diesem Grund ist manchmal eine Nachoperation erforderlich.

                        Welche Unterlagen sollten Sie für ein Vorgespräch mitbringen?

                          Bitte informieren Sie Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil über mögliche Allergien (Nahrungsmittel, Medikamente, andere Substanzen) und teilen Sie ihm mit, ob Sie zu schlechter Narbenbildung oder gar Keloidnarben (Narbenwucherung) neigen.

                          Bringen Sie, falls vorhanden Geben Sie bitte alle Medikamente und Naturheilmittel an, die Sie z.Zt. einnehmen.

                          Was sollten Sie für den Zeitraum nach der ambulanten Operation beachten?

                            Veranlassen Sie bitte, dass Sie jemand nach der Operation nach Hause fährt.

                            Informieren Sie Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil bitte unverzüglich, wenn Sie Fieber oder andere Anzeichen einer Infektion nach der Behandlung bemerken sollten. Sie erhalten hierfür die Handynummer von Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil.