Tendovaginitis de Quervain

Veröffentlicht in Handchirurgie

Die Tendovaginitis de Quervain ist ein chronischer, schmerzhafter Entzündungs- und Reizzustand der Sehnenscheiden im Bereich des 1. Strecksehnenfaches am Ende der Speiche seitlich. Unter der Tendovaginitis stenosans de Quervain versteht man die akute oder chronische Entzündung des ersten Strecksehnenfaches im Handgelenksbereich.

Die folgenden Informationen sollen Ihnen einen ersten Einblick in dieses Behandlungsverfahren geben. Für ausführlichere Informationen darüber, wie diese Behandlung Ihnen helfen kann, vereinbaren Sie bitte einen persönlichen Beratungstermin.

FAQHäufig gestellte Fragen zum Thema Tendovaginitis de Quervain haben wir für Sie nachfolgend zusammengestellt:




Wie merke ich, dass ich an einer Tendovaginitis de Quervain erkrankt bin?

    Die Symptome bei einer Tendovaginits de Quervain sind meistens bewegungsabhängige Schmerzen, die die Daumenbewegung erfassen. Insbesondere ist das Abspreizen des Daumens unangenehm und schmerzhaft. Häufig findet sich diese Erkrankung bei jungen Müttern und bei SMS-Vielschreibern. Eine Schwellung mit Rötung in der Nähe des Daumens ist möglich.

    Was wird durch die operative Entlastung des ersten Strecksehnenfachs erreicht?

      Durch die operative Entlastung (Dekompression) des ersten Strecksehnenfaches wird das freie Gleiten der Strecksehnen im Strecksehnenfach ermöglicht. Die chronische oder akute Strecksehnenentzündung heilt folgenlos ab. Damit ist das schmerzfreie Abspreizen des Daumens wieder möglich.

      Was geschieht bei der persönlichen Beratung und Untersuchung?

        Während der persönlichen Beratung haben Sie die Gelegenheit, über Ihre Beschwerden an der betreffenden Hand mit Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil zu sprechen. Er wird ihre persönliche Krankheitsgeschichte aufnehmen, Sie nach Ihren Begleiterkrankungen fragen und sich nach Ihren Medikamenten erkundigen. Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird eingehend Ihre Hände untersuchen. Dabei wird er sein Augenmerk auf die Beweglichkeit des Daumens legen, die Kraft im Seitenvergleich und die Reflexe prüfen sowie die Sensibilität Ihrer Finger testen. Er wird alle erhobenen Befunde ausführlich mit Ihnen besprechen und alle Ihre Fragen beantworten.

        Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird, sofern medizinisch begründet, eine Operationsempfehlung aussprechen. Er wird mit Ihnen den genauen Ablauf des Eingriffs, die Erfolgsaussichten sowie die Risiken durchsprechen.

        Wie wird eine Spaltung des ersten Strecksehnenfaches durchgeführt?

          Das Prinzip einer Tendovaginitis-Operation besteht darin, eine harte, derbe Sehnenplatte das Strecksehnenfach einengende Bandstruktur, zu durchtrennen und zu entfernen. Dafür wird im Bereich des ersten Strecksehnenfaches zum Handgelenk hin ein Hautschnitt von ca. 3cm angelegt und das Band vollständig durchtrennt und entfernt. Auf feine Hautnerven wird geachtet. Sie werden geschont. Die Haut wird abschließend durch feine kosmetische Nähte wieder verschlossen.

          Die Hand wird verbunden und das Handgelenk durch eine leichte Kunststoffschiene ruhiggestellt. Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird am Ende der operativen Behandlung den weiteren postoperativen Ablauf mit Ihnen besprechen und eine medikamentöse Verordnung ausstellen. Er wird Ihnen auch gleich den ersten Termin für die operative Nachsorge mit Verbandswechsel nennen.

          Wie lange dauert die Operation und wie wird die Betäubung (Anästhesie) durchgeführt?

            Eine Tendovaginits-Operation dauert in der Regel 25 Minuten. Anschließend werden Sie noch ca. 30-60 Minuten im Aufwachraum betreut. Die Betäubung erfolgt durch unser versiertes Anästhesie-Team. In der Regel wird nur der betroffene Arm betäubt. Weiterhin erhalten Sie Medikamente zur Entspannung bis hin zum tiefen Dämmerschlaf. Auf besonderen Wunsch können Sie auch eine Vollnarkose erhalten.

            Kann die Operation ambulant durchgeführt werden?

              Eine Tendovaginits-Operation kann ambulant durchgeführt werden. Sie ist für Sie äußerst gering belastend bei hohem medizinischem Nutzen. Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil und der Narkosearzt stehen Ihnen während und nach dem Eingriff für alle Fragen zur Verfügung.

              Welche Risiken bestehen?

                Als direkte, mögliche Operationsrisiken können genannt werden:

                • Blutung
                • Infektion
                • Verletzung von Strukturen im Operationsbereich

                Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird Ihnen anhand eines standardisierten Operationsaufklärungsbogens alle Risiken nennen.

                Was haben Sie nach der Operation zu erwarten, wie viel Schmerzen werden Sie haben?

                  Nach der Operation kann ein leichtes brennendes Wundgefühl auftreten. Sie erhalten sowohl ein abschwellendes, als auch ein schmerzreduzierendes Medikament. Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil wird Ihnen unmittelbar vor der Entlassung aus dem ambulanten Operationszentrum genaue Anweisungen für zuhause geben und Ihnen den ersten postoperativen Behandlungstermin nennen.

                  Wie lange dauert es, bis Sie sich von allem wieder erholt haben?

                    Der bewegungsabhängige Schmerz, wie Sie ihn vor der Operation kannten, wird binnen weniger Tage verschwunden sein. Die Wundheilung bis zum Fadenzug wird innerhalb von 10 Tagen erreicht.

                    Denken Sie bitte auch an Folgendes:

                      Ruhe ist wichtig für den Heilungsprozess. Deshalb wird Ihr Daumen für ca. sieben Tage über eine leichte Kunststoffschiene ruhiggestellt. Danach tragen Sie bis zum Fadenzug (nach ca. zehn Tagen) noch einen elastischen Verband. Eine geringe Schwellung im Handgelenksbereich ist möglich. Die Operationsnarbe kann leicht schmerzhaft sein. Diese Überempfindlichkeit ist aber schnell rückläufig.

                      Falls Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil den Eindruck gewinnt, dass postoperative Krankengymnastik hilfreich für Sie sein wird, wird er Ihnen eine entsprechende Verordnung ausstellen.

                      Wie lange hält das Ergebnis an?

                        Das eingeengte Strecksehnenfach ist dauerhaft von dem Druck entlastet. Nur eine harte Narbe, die der Körper manchmal unverhofft bildet, könnte eine erneute Operation (nach Jahren) erforderlich machen (Rezidiv).

                        Welche Unterlagen sollten Sie für ein Vorgespräch mitbringen?

                          Bitte informieren Sie Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil über mögliche Allergien (Nahrungsmittel, Medikamente, andere Substanzen) und

                          teilen Sie ihm mit, ob Sie zu schlechter Narbenbildung oder gar Keloidnarben (Narbenwucherung) neigen. Bringen Sie, falls vorhanden Geben Sie bitte alle Medikamente und Naturheilmittel an, die Sie z.Zt. einnehmen.

                          Was sollten Sie für den Zeitraum nach der ambulanten Operation beachten?

                            Veranlassen Sie bitte, dass Sie jemand nach der Operation nach Hause fährt.

                            Informieren Sie Dr Zettl bitte unverzüglich, wenn Sie Fieber oder andere Anzeichen einer Infektion nach der Behandlung bemerken sollten. Sie erhalten hierfür die Handynummer von Dr. Zettl oder Dr. Hirschbil.